Der Barto-Preis

Internationaler Barto Kompositionswettbewerb für Klavier solo
2005 wurde der Internationale Barto Kompositionswettbewerb am Lake Eustis Institute in Florida etabliert. Alle zwei Jahre wird der Preis für ein Klaviersolostück, welches sich auf eine literarische Vorlage bezieht, verliehen.

Mit diesem Preis möchte Tzimon Barto die Komposition und Aufführung zeitgenössischer Werke fördern und dem Eustis Institute in seiner Heimatstadt etwas "zurückgeben". Der Barto-Preis wird weltweit an Musikhochschulen und im Internet ausgeschrieben.

Am 24. März 2012 wurde das vierte Preisträgerstück in einem Konzert im State Theatre in Eustis präsentiert, ebenso wie die Werke der vorherigen Gewinner. Der Barto-Preis ist mit $ 5000 nominiert; zudem wird das Siegerstück zwei Jahre lange von Tzimon Barto in seinen Klavierabenden weltweit aufgeführt.

Beim Wettbewerb 2012 setzte sich die Jury aus den Komponisten Bright Sheng, Augusta Read Thomas, Aribert Reimann, Wolfgang Rihm, dem Dirigenten und Pianisten Christoph Eschenbach sowie Tzimon Barto zusammen.

Der Barto-Preis 2012
Gewinner des Barto-Preises 2012 ist Kent Holliday mit seinen "Incantations from the Popol Vuh". Charakteristisch für dieses Werk sind vor allem "harmonische und rhythmische Freiheiten", wie die Süddeutsche Zeitung schreibt (Süddeutsche Zeitung, Der Löwe bändigt sich selbst, 27.04.2012, Helmut Mauró).

"Popol Vuh" ("Ratsbuch") ist das heilige Buch der Quiché-Maya in Zentralamerika. Es behandelt mythologische und historische Aspekte dieses Volkes. Das Popol Vuh ist gleichzeitig das längste überlieferte Gedicht in einer indianischen Sprache (Maya-Schrift). Es ist ein außergewöhnliches Zeugnis großer Talente. Die ethnischen, spirituellen und philosophische Themen des Buches sind häufig Grundlage der Traditionen der Ureinwohner Nord- und Mittelamerikas. Ebenso wie die Bibel eine bedeutende Rolle im Verständnis der europäischen Kultur spielt, können die kulturellen Traditionen indianischer Völker häufig nur durch Kenntnis des Popol Vuh verstanden werden.
Kent Holliday, geboren in St. Paul, Minnesota, erhielt einen Bachelor of Science in Musik und Philosophie sowie einen Master of Arts und einen Doktortitel in Musiktheorie und Komposition. Er arbeitete in Paris, am Dartmouth College und an der University of New Hampshire. Zusammen mit Pietro Grossi war er am Studio di Fonologia S2FM in Florenz tätig. 1988 studierte er zusammen mit Witold Szalonek Kompositionen an der Hochschule der Künste in Berlin.
Seit 1974 lehrt er an der Virgina Tech Musik und Geisteswissenschaften. Zuvor unterrichtete er Musik und Philosophie an der University of Southern Colorado und der Colorado State University.

Der Barto-Preis 2010
Mit "6 Etudes for solo piano" gewann George King 2010 den Barto-Preis. Als "Muntere Stücke von pianistisch sehr hohem Anspruch" betitelt die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Etüden. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Kein Ersatz, sondern Ereignis, Harald Budweg, 1. Juli 2010).

Die sechs Etüden von George King beschäftigen sich mit unterschiedlichen technischen Aspekten des Klavierspiels und sind literarisch inspiriert. Der Charakter der Stücke ist sehr unterschiedlich, von unnachgiebiger Gewalt (Heftigkeit) in der ersten Etüde bis hin zu ruhiger Gelassenheit (Klarheit oder Heiterkeit) in der vierten und fünften. Die Stücke folgen der Tradition der Etüden von Chopin, Debussy und Ligeti und widersprechen damit der Gewohnheit vieler Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts weniger pianistisch zu komponieren.
George King ist klassischer wie Jazzpianist, Komponist und Dirigent. Das Klavierspiel begann er bereits im Alter von vier Jahren. 1999 erhielt er ein Stipendium, um Klavier, Komposition und Dirigat am Royal College of Music in London zu studieren. In den Folgejahren gewann er eine Vielzahl von Preisen und konzertiert in Europa und Amerika mit seinen eigenen Kompositionen.

Der Barto-Preis 2008
2008 gewann Patricio da Silva den Barto-Preis für sein Stück "Three Movements for Piano". Das Steinway Magazin Österreich nannte es ein "wahres Feuerwerk an Jugend und Kraft".
Patricio da Silva studierte Komposition. Anschließend widmete er sich der algorithmischen Komposition am Ircam (Institute de Recherche et Coordination Acoustique / Musique) in Paris und in Großbritannien. Neben dem Barto-Preis erhielt Patricio da Silva einige weitere bedeutende Preise. Besonders populär wurde 2011 sein Gitarrenkonzert, welches in über 250 Radiosendern zu hören war.

Der Barto-Preis 2006
Prof. Claude Baker erhielt den ersten Barto-Preis 2006 für das Werk "Flights of Passage". Es basiert auf vier Gedichten von Walt Whitman. Kritiker lobten die verschmelzenden Cluster und sensiblen Klangmalereien des Werks.
Claude Baker ist Professor für Komposition an der Indiana University in Bloomington. Neben vielen Ehrungen und Preisen war er seit der Saison 1991/92 acht Jahre "Composer-in-residence" beim St. Louis Symphony Orchestra. 1999 wurde ihm für seine Verdienste während dieser Zeit die Ehrendoktorwürde der University of Missouri-St. Louis verliehen.

Die Teilnahmebedingungen am internationalen Barto-Wettbewerb sind auf der Webseite des Eustis Institutes nachzulesen:
lwww.lakeeustisinstitute.org, Barto Prize
eine Frau griechischer Herkunft (Buch + DVD)

Sonderausgabe (Hardcover) mit zusätzlicher DVD
Das Werk ist komplett zweisprachig (deu/engl) verfasst

Produktinformationen - BUCH mit DVD
BUCH: Revidierter amerikanischer Originaltext von Barto Smith mit neuer deutscher Übersetzung von Christoph Eschenbach; Format: 24 x 17 cm; 112 Seiten; Hardcover-Sondereinband.
DVD: Österreichische Erstaufführung vom Klangbogen Festival 2005 in Wien mit Bettina Kaminski vom Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt Sprachversion: Deutsch mit (optional) englischen Untertiteln; Spieldauer: ca. 85 Min.

Inhalt
Barto erzählt in einunddreissig Gedichten von einer drogenabhängigen, schuldlos geschiedenen Amerikanerin griechischer Herkunft. Durch den Tod ihrer drei Kinder fällt sie aus den gesicherten Zusammenhängen ihres bürgerlichen Lebens, irrt mit ihren Lieblingswerken der klassischen Literatur umher, von Stadt zu Stadt, obdachlos.

Die Gedichte in Bartos Werk sind in einer ganz eigenen, sehr musikalischen Form angelegt und auch dazu bestimmt auf einunddreissig zeremonielle "Stelen" geprägt zu werden; diese gehören zu den 3367 Granitkonstruktionen, die auf Bartos Grundstück in Eustis, Florida, aufgestellt werden sollen. - ein siebzehn Jahre dauerndes Schreibprojekt.

Pressestimmen zur Inszenierung 2005
"Wo Poesie ... treffende Bilder findet und ein Vers von schlichter Schönheit gelingt, ..." (Frankfurter Allgemeine)
"Die sprachlich fabelhafte Bettina Kaminski gestaltet diesen Monolog minutiös, spannend, erschütternd. Ihre Stimme ist unglaublich flexibel. Der Text fließt gleichsam ins Geschehen." (Kronenzeitung)
" ... lässt Barto's Poesie . . . aufblühen, . . ." (Frankfurter Neue Presse)

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Harold Flanders

Produktinformationen
Format: 29,7 cm x 21 cm; 690 Seiten mit hunderten farbigen Abbildungen.

Inhalt
Es heißt Harold Flanders habe in einer Kleinstadt Eurstis, Florida, in ungeklärten Verhältnissen mit einer gewissen Cecilia gelebt und sei mit ihr bei einem Schiffsuntergang auf tragische Weise ums Leben gekommen; er soll 922 Seiten juveniler Schriften hinterlassen haben, die auf merkwürdige Weise nach Nordostchina gelangt sein. Verschiedene Herausgeber hätten sich des Manuskripts angenommen und versucht, es als "True Story" zu verkaufen. Doch als sein eigentlicher Autor firmiert nun Barto Smith, der auch unter dem Namen Tzimon Barto in den Konzertsälen der Welt zu Hause ist.

Ausführliche Auseinandersetzungen mit den Philosophien von Platon, Giordane Bruno, Kant, Hegel, Kierkegard, Adorno, Derrida sind ebenso in das Buch eingestreut wie zahlreiche Zeichnungen und Grafiken, in denen die Buchstaben tanzen und zu Bildern werden. Aber immerhin erfahren wir auch, was Harold tat, Absonderliches wahrlich: Aber vor allem werden wir entdecken, was Harold nicht tat: was er erwogen hatte zu tun und was er nie zu tun gedachte.

Durch eine Art negative Dialektik, durch den Mut zur Zerstörung und fliegende Perspektivenwechsel, lädt sich diese "Novel Novel" mit immer neuen Energien auf. Wie aber aus dieser Kette von Dekonstruktionen nicht bloß ein Scherbenhaufen entsteht, zeigt die Passage im Umfeld der Haargeschichten, die als Download (siehe oben) zur Verfügung steht. Aus der Negation dessen, was Harold sich vorstellen könnte, entwickelt sich hier eine notwendigerweise im Irrealis gehaltene Konfrontation der an "pièces montées" erinnernden Haartürme der Marie Antonette.

Das Werk Harold Flanders ist eine Satire der Satire, eine schonungslose Bloßstellung, die auch vor "heiligen Kühen" nicht zurückschreckt.

*Auszüge aus einer Inhaltsbeschreibung von Rainer G. Schmidt

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Dot

Eine lyrische Szene
Aus dem Amerikanischem übersetzt von Rainer G. Schmidt

Produktinformationen
Hardcover, 112 Seiten

Inhalt
Barto Smith (ein »anderer« Name des amerikanischen Weltklassepianisten Tzimon Barto) legt mit der Novelle »DOT. Eine lyrische Szene« die Geschichte eines Wiederholungszwangs vor.
Alle Jahre wieder unternimmt Dot eine panische Fahrt von Eustis nach Orlando, Florida, um ihre (imaginäre) Tochter Cathy davor zu bewahren, eine Abtreibung vornehmen zu lassen, das, was Dot selbst vor Jahren getan hatte (womit sie die Nicht-Existenz von Cathy sicherstellte).
Jedesmal am Ende ihres Trips (ist er nicht auch imaginär?) findet sich Dot in versöhnlichem Einklang mit ihrem Ehemann, Clarence, wieder. Der Fortgang des circulus vitiosus ist gewährleistet, der Stromkreis ist geschlossen, die Einheit von Raum, Zeit und Ort gewahrt.
»DOT« erscheint hiermit als Erstausgabe in deutscher Sprache, das amerikanische Original wurde noch nicht publiziert.

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